Das “ungezogenste” Label des Landes – Gio Goi

Der Name Gio-Goi lässt als Herkunftsland das Modeland Italien vermuten, doch weit gefehlt! Denn die trendige Marke stammt aus England, genauer gesagt Manchester.

Gio-Goi überzeugt durch suburbane Designs und erstklassige Qualität!

Das Trend Label aus Great Britain macht immer wieder im Zusammenhang mit dem Skandal Rocker Pete Doherty von sich reden und so haftet dem Label ein Hauch glamouröser Verruchtheit an. So wurde bei einem Exklusiv Konzert der Babyshambles vor nur 50 Gästen die erste Kollektion von Doherty für das Label Gio-Goi präsentiert.

MTV und die BBC ließen sich das Spektakel natürlich nicht entgehen, ebenso wie Freunde und Groupies. Doherty trug einen grauen Mantel und eine Mütze und machte seinem Namen mal wieder alle Ehre, indem er taumelnd seine Band suchte. Er konnte kaum noch gerade gehen. “Pete!”, schrie ein Mädchen. Der Sänger hielt kurz inne und streichelte ihr über den Kopf. Dann war er von Kameras umringt, griff in die Gitarre, rauchte, schwitzte und spielte was Fans ihm zuriefen. Nach fünf Songs war er weg, das Licht ging an. Was blieb, waren ein paar T-Shirts, Jeans und Trainingsjacken. Und nun kann man seine Mode nicht nur in London, sondern in ganz England erstehen, den sogenannten „Heroin-Chic von der Stange“. Doch Pete Doherty ist nicht der erste harte Junge, den das Label Gio Goi einkleidet. Schon die Rolling Stones, Oasis, Blur, New Order, Happy Mondays und Robbie Williams haben die Must Haves der britischen Marke getragen. Allein in England gibt es 350 Läden. Außerdem kann man das Label auch in Griechenland, Italien, Belgien, den Niederlanden in Skandinavien und bei uns auf www.modestern.de erhalten. Das Label hat sich über die Jahre einen Kultstatus erobert “Gio-Goi auf der Brust zu haben”, sagte der Schauspieler Max Beesley einmal, “gibt dir Selbstvertrauen, besonders draußen auf der Straße.” Dieses Image des Labels liegt an der Geschichte der Marke, sowie an ihren Gründern. Die Geschichte von  Gio-Goi begann mit dem Boom von Acid House in Manchester. Ende der 80er wurde aus der Stadt mit der hohen Arbeitslosigkeit die Partymetropole “Madchester” – aber auch “Gunchester”, Großbritanniens Hauptstadt des Verbrechens, Umschlagplatz für harte Drogen, der Schauplatz blutiger Bandenkriege. Zu dieser Zeit organisierten die Donnelly-Brüder illegale Raves in alten Lagerhäusern und entwarfen ab 1989 T-Shirts für ihre Partyfreunde. Das erste T-Shirt zierte der Slogan: “Dedicated To Those Dodgin’ The Rain And The Bullets” – denen gewidmet, die dem Regen und den Kugeln ausweichen. Chris und Anthony Donnelly stammen aus einer britischen Dealer-Dynastie. Ihr Vater Arthur, der ein Schrotthändler war, ging 1994 für acht Jahre hinter Gitter, weil er einem Undercover-Polizisten für 10.000 Pfund türkisches Heroin verkauft hatte. Zudem sind sie die Neffen von Jimmy the Weed (zu Deutsch: “das Unkraut”), Chef der berüchtigten Quality Street Gang in Manchester, die bis in die frühen 80er Pubs, Clubs und den Drogenhandel kontrollierte. So bestand immer Kontakt zu Fußballern und Musikern, z. B. zu der Band Thin Lizzy. “Männer, unter die man sich besser nicht mischte”, schrieb der Journalist Pete Walsh 2003 in seinem Bestseller “Gang War – The Inside Story of The Manchester Gangs”. Wer Anthony Donnelly auf das Buch anspricht, bekommt als erste Antwort zu hören “Fuck!” Und dann: “Glaub kein Wort, wir sind kein kriminell organisiertes Unternehmen.”
Doch solche Gerüchte kommen nun mal nicht von ungefähr, zum Beispiel hat das Label kugelsichere Westen im Sortiment. Gio-Goi spielte einfach gerne mit seinem Gangster-Image. Der Hype um die Marke begann, als berühmte DJs, Fußballer und Musiker die Mode trugen. Der Umsatz, den das Label erwirtschaftete, floss in Donnellys Club “Parliament”. Doch die Brüder waren der Polizei immer ein Dorn im Auge und so wurden sie zwölf Monate lang beobachtet und tappten letztendlich in eine Falle. Nach einer Razzia wurden sie angeklagt wegen Drogenhandels. Zu sechs Monaten wurde Anthony Donnelly wegen Ecstasy-Dealerei verurteilt. Im Zuge dieser Entwicklung wurden alle Konten eingefroren, Gio-Goi schien so gut wie tot. Doch es kam anders, denn Musiker wie Liam Gallagher von Oasis und Damon Albarn von Blur, aber auch Alex Ferguson, der Trainer von Manchester United, trugen die Marke weiterhin. So starteten die Donnellys im Jahr 2000 den Verkauf ihrer Kleidung im Internet. Ihre Homepage stellten sie skurril dar, mit Sirenen, Blaulicht, Fotos von Gang-Kids und ein neues T-Shirt: “It’s A Crime Not To Be Organised” – es ist ein Verbrechen, nicht organisiert zu sein. Giorgio Armani reichte eine Klage ein, da der Namen ihm zu ähnlich klang, doch sie wurde abgewiesen. Mittlerweile sieht man die Shirts des Labels wieder vielerorts, z. B. auf Raves in Ibiza. Im Visier haben die Designer die Dance-Szene in London. “Die alten Manchesterzeiten wollen wir nicht aufleben lassen”, erklärt Anthony Donnelly. “Doch trotzdem ist er stolz darauf, dass das Label eine wahre Geschichte hat.” Viele Marken arbeiten an guten Geschichten. “Unsere ist wenigstens echt”, erklärt er. Auch sein Bruder Chris, der mittlerweile zur Ruhe gekommen ist und mit seinen Kindern auf dem Land lebt, ist immer noch stolz darauf, das “ungezogenste Label des Landes” sein Eigen zu nennen. Die stylischen T-Shirts des Label für Damen und Herren gibt es schon für 39,99 € bei www.modestern.de!

Getagged mit: , , , , ,
Veröffentlicht unter News