Converse – Blick auf eine bewegende Firmengeschichte

Das Label Converse kann auf eine lange, erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Allerdings musste auch dieses Unternehmen Rückschläge hinnehmen. In Malden, Massachuasetts, USA gründete Marquis M. Converse 1908 die Converse Rubber Shoe Company. Ein Jahr später stellte das Label seinen ersten Schuh her. Acht Jahre später wurde der Basketballschuh erstmals in der Original Farbe schwarz produziert. Im Jahr 1929 wollte der Gründer Marquis M. Converse sich aus dem Unternehmen zurückziehen und verkaufte seine Firma an Mitchell B. Kaufmann, den Inhaber von zwei Gummi Firmen. Doch schon zwei Jahre später wird Mitchell B. Kaufmann, nach einem stürmischen Jagdausflug, als vermisst gemeldet und tot in den Bergen von Maine aufgefunden. So übernahmen die drei Brüder Joseph, Harry und Dewey Stone die Converse Rubber Company. Den drei Brüdern gelang  nach langen, harten Jahren im Jahr 1938 einen Gewinn mit der Produktion von Sport- und Angelschuhen einzufahren. Zur Zeit des 2. Weltkriegs produzierte das Label den A6 Flying Boot, einen Schuh, der für die Flieger der Air Force speziell angefertigt wurde. Um Kapazitäten zu schaffen, stellte das Label die Produktion einer Damenschuh Linie zwischenzeitlich ein. Das Unternehmen konnte gute Gewinne erzielen und unterstützte daher zahlreiche Wohltätigkeits-Vereine und der Newsletter „Conversation“, für die Mitarbeiter im Militärdienst und deren Angehörige, wurde ins Leben gerufen. 1950 rekrutierte das Label Basketballtalente für das Außendienstteam. Chuck Taylor gelang es, Grad Lewis, der 1940 im olympischen Team spielte, für das Sales Team zu verpflichten. Denn das Ziel des Unternehmens ist es nicht nur Schuhe zu verkaufen, sondern auch den Basketballsport populärer zu machen. Drei Jahre später expandiert das Unternehmen und eröffnete eine Produktions-niederlassung in Canovanas, Puerto Rico. Im Jahr 1956 wurde in Berlin, NH die Firma Granite State Devision gegründet. Dort arbeiteten vor allem Kanadier, die aufgrund der steigenden Nachfrage für die Näharbeiten extra eingestellt wurden. Die Firma wuchs rasant und 1956 waren 12000 Mitarbeiter beschäftigt. Im Folgejahr kam der Segel- und Tennisschuh Deckstar, ein Slipper aus Segeltuch, auf den Markt. Dieses Modell ist so beliebt, das es noch heute als Skidgrip im Sortiment ist. Ende der fünfziger Jahre eröffneten verstreut in den USA Converse Sales Offices. Das Sales Team wurde ebenfalls weiter ausgedehnt. So traten 1958 dem Converse Sales Team die zwei Basketballspieler Joe Dean und Gilbert „Gib“ Ford bei. Im Zuge des Erfolgs erweiterte Converse sein Sortiment um eine Reihe von Sport Accessoires fürs Hockey. So gab es vom Hockey Puck bis zum Mundschutz für die National Hockey League und die American Hockey League. Im Jahr darauf wurde das Outdoor Equipment mit  hochqualitativem Angel Zubehör der Hodgman-Reihe erweitert. Mitte der sechziger Jahre erfreute sich die All Star Reihe großer Beliebtheit und so wurden 7 neue Farben ins Sortiment aufgenommen, um sie mit den jeweiligen Basketball Teamfarben kombinieren zu können. Außerdem waren die Chucks ab da, in kleineren Größen erhältlich um sie einem breiteren Publikum anbieten zu können. So gelang es dem Label bis Ende der sechziger Jahre 90 Prozent des Basketball Schuhmarktes behaupten zu können. 1971 kam es zu einer Firmenübernahme, Eltra Corporation/New York kaufte Converse auf. Einige Änderungen folgten, der Einkauf der Foodwear Abteilung von B.F. Goodrich erweitert das Angebot um den Jack Purcell Schuh. Die Produktion der Trend Treter wurde in die hochmoderne Produktionsstätte in Lumberton verlegt. 1973 wurde das Marketing verstärkt, das Marketing-Duo wurde zu einer kompletten Abteilung erweitert. Im Fokus stand ab jetzt das Trendsetting, anstatt nur auf Trends zu reagieren.

Als Mitte der siebziger in Amerika das Jogging modern wurde, spezialisierten sich viele Firmen auf die Produktion von Laufschuhen. Durch billige Import- und Low-Budget Ware musste das Label Converse Chucks geringere Verkaufszahlen verzeichnen. Deshalb wurde die Produktion außerhalb von Amerika in Betracht gezogen. 1975 nahm das Label die Basketball Legende Julius „Dr. J“ Erving unter Vertrag. Im Folgejahr fanden aufgrund der hohen Importzahlen, steigender Löhne und Materialkosten und einer daraus resultierenden Stagnierung der inländischen Produktion, einige Umstrukturierungen statt. Die Produktion von Sportschuhen wurde nach Jugoslawien verlegt und Sneaker wurden ab da in Korea gefertigt. Doch trotz der Veränderungen stabilisierte sich die Situation der Firma nicht, da  die große Anzahl der preisgünstigen Importprodukten die Stabilität des Unternehmens bedrohten. Die Werke in Malden und Bristol schlossen. Als neues Aushängeschild wurden die Tennis Stars Chris Evert und Jimmy Connors für die Promotion von Tennisschuhen verpflichtet. Im Jahr 1978 stellte die Fabrik in Andover die Produktion ein, aber zwei neue Werke wurden in Lumberton, Massachusetts gegründet. 1979 schloß die Granite State Division in Berlin, sowie die Produktionsstätte in North Berwick. Die Hodgman Produktlinie wurde verkauft und die Mutterfirma Eltra wurde von der Allied Chemical Company aufgekauft. Im gleichen Jahr wurden zwei NBA Superstars unter Vertrag genommen, Larry Bird und Earvin „Magic“ Johnson.

In den Achtzigern kaufte Converse die Rechte als „Offizieller Sportschuh-Lieferant“ der Olympischen Spiele 1984 und wollte sich verstärkt in L.A. präsentieren. 1982 wurde ein weiterer Inhaberwechsel vollzogen. Es kam zu einem Management-Buy-Out und die Firma bekam den Namen Converse Inc., Richard „Dick“ Loynd als Vorstandsvorsitzender. Kurz darauf ging das Label an die Börse und fungierte als Aktiengesellschaft. Die „Choose your Weapon“ Kampagne im Jahr 1986 ging an den Start und war ein voller Erfolg. Ende der Achtziger konnte das Label auf eine breite Produktpalette blicken, Tennis-, Lauf-, Baseball-, Kinder,- und Casual Footwear waren im Angebot. Ein weiterer Erfolgt gelang 1989, da die „Grandmama-Kampagne mit Larry Johnson gelauncht wurde und in Kürze Kultstatus erreichte. Aufgrund des Erfolgs sponsorte das Label drei Jahre später den „Grandmama“ Look-Alike Contest. Im Zuge der weit gestreuten Werbekampagne wurde die neue Produktionstechnologie REACT eingeführt, die die Federung und Stabilität der Schuhe verbesserte. Anlässlich des 75. Geburtstags des Labels wurde der Chuck Taylor All Star gefeiert. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden 500 Millionen Paar All Stars verkauft, davon 50 % auf dem internationalen Markt. Deswegen wurde die Expansion auf dem europäischen Markt angestrebt. Weitere Zielmärkte waren Japan, die pazifische Region und Südamerika. 1994 wurde Unternehmen von der Interco Inc. verkauft und so entstand ein unabhängiges, eigenständiges Unternehmen, dessen Aktien an der New Yorker Börse gehandelt wurden. Der All Star 2000 kam 1995 auf den Markt. Seit den 70ern wurde zum erstem Mal wieder der Chuck Taylor All Star Patch auf einem Performance Leder Basketballschuh verwendet. 1996 fand die Basketball Veranstaltung Converse NBA Jam 2000 statt, das die Straßen Europas in Atem hielt. Wegen des Old School und Retro Fashion Booms wappnete sich das Label für die Rückkehr des beliebten Original Schuhs.

So wurden die Must Haves der früheren original Kollektionen im zeitgemäßen Retro Design wieder präsentiert. Außerdem überzeugte Converse mit technisch hochwertigen Skateboard Schuhen die Herzen der Skater. Darüber hinaus wurde der Converse Klassiker Roadstar wieder auf den Markt gebracht. Auch im Lifestyle Bereich hatte sich dieser Laufschuh in den letzten durchgesetzt.

Im Jahr 2000 wandelte das Label alle Niederlassungen, außerhalb Amerika in Lizenznehmer, um. Im Folgejahr fand wieder ein Unternehmenswechsel  statt. So wurde das Label von der Investorengruppe Footwear Acquisition Inc. gekauft. Am 1. Januar wurde die Firma All Star D.A.CH. GmbH mit den Gesellschaftern Albert Bos und Willy Umland für die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz gegründet. Das Team hat sich zur Aufgabe gemacht, Converse in den drei Ländern zu weiteren Erfolgen zu bringen. Im September 2003 kaufte Nike die Marke Converse. Seitdem sind die Chucks und andere Originals von Converse im Zuge der Retro Trends wieder voll im Trend und feiern ähnliche Erfolge wie das Label Ed Hardy. Mit dem neu entwickelten Converse IconTM Performance System knüpft das Label an die alten Erfolge an. Momentan präsentiert es sich verstärkt im Performance Bereich, aber auch im Sportsfashion und Trendfashion Bereich muss sich das Label nicht verstecken.

Im Jahr 2005 launchte das Label erneut eine erfolgreiche Marketing Kampagne. Bei der Kampagne Converse Brand Democracy erhielten die Converse Fans eine Stimme mit der sie die Möglichkeit hatten, die eigene Geschichte mit den „America`s Original Sports Brand“ zu erzählen. In Kooperation mit der Marke RED, einer gegründeten Marke, um Gelder aus verschiedenen Bereichen der Privatwirtschaft in den „The Global Fund to fight AIDS, Tuberculosis and Malaria“ fließen zu lassen, setzt sich Converse für die Bekämpfung der Krankheiten ein. In Zusammenarbeit mit RED arbeiten sie mit Designern, Künstlern, Musikern und Filmmachern, um neue Inspirationen für limitierte Converse Editions zu sammeln. 2008 feierte das Label 100. Geburtstag und das ist nach dieser bewegenden Geschichte mit Sicherheit nicht der letzte runde Geburtstag. Wir dürfen gespannt sein.. Natürlich bieten wir Euch auf Modestern.de die neusten Teile der aktuellen Converse Kollektion…

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