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Vom Hermelin zur Jeans
Die lange Entwicklungsphase der Mode für Männer ist nicht umsonst den Genen von Männern zuzuschreiben. Bevor sich die Menschheit weit mehr als Zweckerfüllung von ihrer Kleidung versprach, waren es als erstes die Frauen, die zur Unterstreichung ihrer körperlichen Vorzüge die Mode für sich entdeckten. Sie mussten nämlich nicht in Schlachten ziehen und allein zweckmäßige Kleidung tragen. Was bei Männern das Gegenteil war: dicke Felle gegen die Kälte in der Steinzeit, schwere Rüstungen im Mittelalter oder Tarnanzüge zu Kriegszeiten. Natürlich steht neben dem Zweck der Kleidung, die eine Ritterrüstung, die Königstracht oder Uniformen hergibt, die Ausstrahlung im Vordergrund: Kleidung ist ein Machtinstrument. Seit dem Hauptmann von Köpenick ist diese These jedem Kind vertraut. Ein König war erst ein König, wenn er sein Hermelinfell dem Volk zur Schau trug, ein Ritter erst komplett mit seiner schützenden und natürlich symbolisch-heldenhaften Rüstung und ein Bauer war an seinen sprichwörtlichen "Bauerslumpen" zu erkennen.
Schutz, Schein und Macht
Heutzutage sind Rüstungen und Königsgewänder modern geschnittenen Anzügen, flippigen Jeans oder Markensportschuhen gewichen. Man kann von einer "Evolution der Männerkleidung" sprechen. Gegner von früher, wilde Tiere, Armeen, Einzelkämpfer, sind gegen integrante Kollegen, Chefs und der Finanzkrise gewichen. Dementsprechend hat sich auch das "Schutzschild" der Männer, ihre Kleidung, in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Auch der Zweck wurde aufgrund der Art, um das Überleben zu kämpfen, von Designern grundlegend überarbeitet. Macht und Geld sind heute das Ziel, um nicht nach Darwins These aussortiert zu werden: Survival of the fittest dank Karl Lagerfeld, Diesel Jeans & Co. Hol' dir die Kleidung, die zu dir passt, wurde dem Mann aufgrund der Schulzeit schon im wahrsten Sinne des Wortes rausgeprügelt. Anpassen lautet die Devise. Kleidung ist Macht, Kleidung ist Schutz - damals wie heute.
Freiheit und Überfluss
Hinzu kommt die Globalisierung und neu gewonnene Freiheit - zumindest in den westlichen Ländern - was neue, vorher unbekannte Stoffe, Materialien und Muster zulassen. Männer können zum ersten Mal experimentieren und neue Seiten an sich entdecken. Endlich ist es Möglich, dank der Kleidung sich einer Gruppe auch oberflächlich betrachtet zugehörig zu fühlen und im Rudel zu jagen. Egal ob Business Man, Punker, Rocker oder Geek - Gruppenzugehörigkeit und damit Schutz vor Ausgrenzung und Vereinsamung ist vorbestimmt. Freiheit selbst zu wählen, wer man(n) ist, ist heutzutage eine gute wie auch eine schwere Bürde: Mit Geld kann der moderne Mann sich wie ein König fühlen im Hermelinmantel oder ein Punker sein und den Wind der Freiheit um die Nase fühlen - ganz wie Mann will.
Vom Hermelin zur Jeans
Die lange Entwicklungsphase der Mode für Männer ist nicht umsonst den Genen von Männern zuzuschreiben. Bevor sich die Menschheit weit mehr als Zweckerfüllung von ihrer Kleidung versprach, waren es als erstes die Frauen, die zur Unterstreichung ihrer körperlichen Vorzüge die Mode für sich entdeckten. Sie mussten nämlich nicht in Schlachten ziehen und allein zweckmäßige Kleidung tragen. Was bei Männern das Gegenteil war: dicke Felle gegen die Kälte in der Steinzeit, schwere Rüstungen im Mittelalter oder Tarnanzüge zu Kriegszeiten. Natürlich steht neben dem Zweck der Kleidung, die eine Ritterrüstung, die Königstracht oder Uniformen hergibt, die Ausstrahlung im Vordergrund: Kleidung ist ein Machtinstrument. Seit dem Hauptmann von Köpenick ist diese These jedem Kind vertraut. Ein König war erst ein König, wenn er sein Hermelinfell dem Volk zur Schau trug, ein Ritter erst komplett mit seiner schützenden und natürlich symbolisch-heldenhaften Rüstung und ein Bauer war an seinen sprichwörtlichen "Bauerslumpen" zu erkennen.
Schutz, Schein und Macht
Heutzutage sind Rüstungen und Königsgewänder modern geschnittenen Anzügen, flippigen Jeans oder Markensportschuhen gewichen. Man kann von einer "Evolution der Männerkleidung" sprechen. Gegner von früher, wilde Tiere, Armeen, Einzelkämpfer, sind gegen integrante Kollegen, Chefs und der Finanzkrise gewichen. Dementsprechend hat sich auch das "Schutzschild" der Männer, ihre Kleidung, in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Auch der Zweck wurde aufgrund der Art, um das Überleben zu kämpfen, von Designern grundlegend überarbeitet. Macht und Geld sind heute das Ziel, um nicht nach Darwins These aussortiert zu werden: Survival of the fittest dank Karl Lagerfeld, Diesel Jeans & Co. Hol' dir die Kleidung, die zu dir passt, wurde dem Mann aufgrund der Schulzeit schon im wahrsten Sinne des Wortes rausgeprügelt. Anpassen lautet die Devise. Kleidung ist Macht, Kleidung ist Schutz - damals wie heute.
Freiheit und Überfluss
Hinzu kommt die Globalisierung und neu gewonnene Freiheit - zumindest in den westlichen Ländern - was neue, vorher unbekannte Stoffe, Materialien und Muster zulassen. Männer können zum ersten Mal experimentieren und neue Seiten an sich entdecken. Endlich ist es Möglich, dank der Kleidung sich einer Gruppe auch oberflächlich betrachtet zugehörig zu fühlen und im Rudel zu jagen. Egal ob Business Man, Punker, Rocker oder Geek - Gruppenzugehörigkeit und damit Schutz vor Ausgrenzung und Vereinsamung ist vorbestimmt. Freiheit selbst zu wählen, wer man(n) ist, ist heutzutage eine gute wie auch eine schwere Bürde: Mit Geld kann der moderne Mann sich wie ein König fühlen im Hermelinmantel oder ein Punker sein und den Wind der Freiheit um die Nase fühlen - ganz wie Mann will.



